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Geparden

IUCN- (International Union for Conservation of Nature) Einstufung:
Gefahrenklasse 5 – gefährdet

Merkmale

Geparden
© Lothar Henke / pixelio.de

Auf Grund seines langen schlanken eleganten Körpers, einer Rumpflänge von ca. 1,5 m, einer Schwanzlänge von beachtlichen 0,7 m und einer Schulterhöhe von 0,8 m, aber auch dank seiner übermäßig langen schlanken Beine kann der Gepard in kürzester Zeit beschleunigen und erreicht beim Rennen eine Geschwindigkeit von bis zu sage und schreibe 120 km/h, die er über 400m durchhalten kann. Seine Schrittweite beim Rennen beträgt 10m. Diese außergewöhnliche Gabe zeichnet ihn aus. Er ist das schnellste Landtier der Welt!

Sein gesamter Körperbau ist darauf ausgelegt, kurze Strecken mit extrem hoher Geschwindigkeit zurückzulegen. Dabei versorgen die besonders großen Nasenlöcher und Lungenflügel den Geparden mit ausreichend Sauerstoff. Die Wirbelsäule ist sehr beweglich, doch muss der Gepard beim Jagen immer wieder pausieren, um zu verhindern, dass seine Muskulatur überhitzt. Er ist die einzige Großkatze, welche die Krallen nicht einziehen kann. Sie geben die nötige Antriebskraft, die der Gepard braucht, um hohe Geschwindigkeiten beim Rennen zu erreichen.

Weil die genetische Variabilität bei Geparden sehr niedrig ist, und die Inzuchtrate hoch, reagieren diese Tiere sehr empfindlich auf Krankheiten und Umweltveränderungen. Außerdem sind dadurch 70% der Spermien deformiert, was ein erhebliches Problem für die Fortpflanzung darstellt.

Lebensraum

Der Gepard gehört zur Gattung der Raubkatze. Mit allerhöchster Wahrscheinlichkeit stammt der Gepard von einer kleinen Stammgruppe ab, die vor über 10.000 Jahren gelebt hat. Er lebte vor langer Zeit in ganz Afrika, mit Ausnahme der zentralafrikanischen Waldgebiete, in Vorderasien, auf der indischen Halbinsel und in Teilen Zentralasiens. Heute trifft man ihn nur noch sehr vereinzelt in Asien, und in Teilen Afrikas südlich der Sahara an.

Am wohlsten fühlt sich der Gepard in der Steppe. Das hohe Gras bietet ihm Schutz und die Hügel dienen ihm als Aussichtspunkt. Außerdem verstellen ihm bei der Hetzjagd auf die Beute weder Bäume noch Sträucher den Weg.

Sozialverhalten

Der Gepard ist kein Rudeltier. Männchen und Weibchen treffen sich lediglich in der Paarungszeit und trennen sich direkt nach dem Geschlechtsakt wieder. Nur Männchen bleiben manchmal in Rudeln bis zu 3 Tieren beisammen. Sie sind tagaktiv. Dadurch können sie ihren Feinden, den Löwen, Hyänen und Leoparden aus dem Weg gehen, die ihnen sonst Konkurrenz auf die Beute machen würden. Und der Stärkere gewinnt, wobei der Stärkere in der Regel nicht der Gepard ist, denn der athletische Körperbau geht auf Kosten der Muskelkraft, die ein Löwe bieten kann. Somit muss die geschmeidige Raubkatze auch ihre Jungen vor den feindlichen Raubtieren beschützen und gebärt sie deshalb nach einer Tragzeit von 95 Wochen in einem Bau, wo sie die ersten acht Wochen bleiben. Nach etwas über einem Jahr sind die Jungen erwachsen und ziehen ihre eigenen Wege. Doch sterben 95 % der Jungtiere vor dem Erreichen des ersten Lebensjahrs. Sie fallen als Beute zum Opfer. Außerdem liegt die hohe Jungtiersterblichkeit auch an der geringen Genvariabilität.

Wenn nun das kritische Alter überschritten ist, kann ein Gepard bis zu 15 Jahren alt werden.

Ernährung

Ein Gepard frisst  ausschließlich frisch gefangene Beute. Er ist ein tagaktiver Jäger. Am liebsten verspeist er Gazellen und Böckchen, oder auch in der Kalahari, Springhasen, also leichte Beute. Er pirscht sich bis auf 50m heran, beschleunigt, stürzt dem Opfer in die Beine, stürzt es und erwürgt es mit einem kräftigen Biss in die Kehle. Denn seine kleinen Zähne lassen es nicht zu die Beute zu reißen wie ein Löwe. Dann muss das Tier zügig verspeist werden, um zu verhindern, dass sich andere Raubtiere dazu gesellen. Er kann während einer Mahlzeit bis zu 15Kilo verspeisen.

Bedrohung

DOCH auf Grund seines wunderschönen Fells wird der Gepard vom MENSCHEN,  besessen  von Gier und Ruhm, gejagt und getötet. Und das nicht erst seit kurzem. So geht die Zahl der noch lebenden Wundertiere immer stärker zurück. Hinzu kommt, dass sich das scheue Tier  in Gefangenschaft nicht fortpflanzt. Auch der Gepard lebt im ständigen Kampf mit Farmern um Platz und Beutetiere.

Obwohl es viele Möglichkeiten gibt eine Herde vor einem Geparden oder auch Leoparden zu schützen, kommt es immer wieder zu Tötungen dieser besonderen Tiere. Alleine in den Jahren 1980-1991 wurden in Namibia bis zu 5.600 Geparden durch Farmeigentümer getötet.

Dabei könnten bereits Hirtenhunde oder sogar Esel Kälber vor den Raubtieren ausreichend schützen. Auch „taste aversions“, so genannte  leichte Gifte, die als Köder ausgelegt werden können, können die Raubtiere von den Herden fernhalten, ohne die  Raubkatzen dabei gleich zu töten.

Es gibt schätzungsweise nur noch ca. 12.000 Geparden in 25 afrikanischen Ländern, darunter Botswana. Die Weltnaturschutzunion IUNC  führt den flinken Jäger auf der roten Liste der vom Aussterben bedrohten Tierarten.

Es ist noch nicht zu spät, wenn der Mensch bereit ist, seine Fehler wieder gut zu machen. Werden Sie aktiv.